Bei den derzeitigen Temperaturen, weit jenseits der Minusgraden, können sich Autofahrer glücklich schätzen, wenn ihr Fahrzeug in einer Garage steht. Denn bei der klirrenden Kälte dauert es eine Weile bis es im Auto einigermaßen warm ist. Der ADAC hat in einer Studie nun herausgefunden, dass Dieselfahrer meist länger warten müssen, bis sich die Wohlfühltemperatur eingestellt hat.
So dauert es je nach Fahrzeugmodell zwischen neun Minuten und einer halben Stunde, bis der Innenraum eines Pkw bei einer Außentemperatur von minus zehn Grad auf 22 Grad geheizt ist. Im Gegensatz zu Dieselmotoren werden Ottomotoren in der Regel schneller warm.
Bei den getesteten Modellen erreichte der Mercedes-Benz E 500 Coupé am schnellsten die 22 Grad. In neun Minuten war das Auto mit Ottomotor warm.
Demgegenüber benötigt der Seat Ibiza in der Dieselvariante knapp 30 Minuten, bis der Innenraum richtig warm ist.
Schnellster unter den Diesel-Modellen ist der Volvo S60 D5 Summum, der in weniger als zehn Minuten auf den Vordersitzen kuschelig warm wird. Die Fahrzeuggröße spielt keine entscheidende Rolle, auch kleine Modelle verbreiten Kühlschrank-Feeling: Der Smart Fortwo Coupe 1.0 braucht 20 Minuten, bis er angenehme Temperaturen erreicht.
Das ein Diesel-Auto für das Heizen mehr Zeit braucht, erklärt sich durch das Kraftstoff-Verbrennungsverfahren. Das Diesel-Prinzip nutzt die im Kraftstoff enthaltene Energie besser aus, was sich in den günstigeren Verbrauchswerten zeigt.
Wer dauerhaft weniger Sprit verbrauchen möchte, kann sich beim Chip-Tuner über das sogenannte Spritspar-Tuniung informieren. Dabei wird der Motor mit dem Ziel der Minimierung des Kraftstoffverbrauchs optimiert. Der Wirkungsgrad des Motors erreicht so eine höhere Ausnutzung des Treibstoffes.
Schnell wärmende Automodelle (heizen in weniger als 15 Minuten):
Mercedes-Benz S 400 Hybrid, Mazda 3 2.0 DISI, BMW X5 xDrive30d, Audi TT Coupé 2.0 TFSI, Peugeot RCZ 155 THP, BMW Active-Hybrid X6 und Porsche Boxster S 3.4 PDK
Langsam wärmende Automodelle (erreichen der Wohlfühltemperatur in deutlich mehr als 20 Minuten):
Fiat Doblò Kombi 1,6 JTD Multijet, der VW Sharan 2.0 TDI Blue Motion, der Mercedes-Benz Viano 2.2 CDI Trend lang, der Peugeot 807 HDi FAP 165 Premium, der Skoda Fabia Combi 1.6 TDI Elegance, der Mitsubishi i-MiEV, der Toyota Auris 1.8 Hybrid Executive, der Honda Insight 1.3 Hybrid und der Mini Cooper D Countryman
